Blick nach oben: Düstere Wolken drängen sich um die Sonne und versuchen, sie zu verschlingen. Sie stoßen unverständliche Worte mit erschreckend tiefem Bass aus, blitzen mit ihren Augen und drohen, alles mit Regen zu überfluten. Sie werfen Windfetzen auf die Erde: mal scharf, die einen von den Füßen reißen, mal kaum spürbar, die durch die Finger gleiten... Ach, was für eine Schönheit, dieses Element der Luft.
Blick geradeaus: Großvater Ozean streckt seine Hände nach deinen Füßen aus... Gleich wird er sie packen und zu sich ziehen, sie mit Salz bedecken, sie mit seinem weißen Schaumbart beschmieren und an den Strand spülen, nur um sie wieder hineinzuziehen und wieder auszuspucken... Der strenge alte Mann spielt. Ewig und allmächtig geht er fürsorglich und behutsam mit dem Vergänglichen und unendlich Kleinen um. Ich hätte nie gedacht, dass ich einmal so über dieses geheimnisvolle Element, das Wasser, denken würde.
Blick nach unten: Millionen von Jahren, zu Sand zerrieben, saugen an den Fußsohlen, reiben die Haut ab, in dem Wunsch, ein Teilchen von jedem, der hier vorbeigeht, als Andenken mitzunehmen. Wenn man genauer hinsieht, beginnt man über das Ewige nachzudenken... Winzige Krümel von Muscheln, Steinen, vielleicht sogar Knochen längst ausgestorbener Tiere und Fische. Was für ein seltsames und rätselhaftes Element, die Erde!




