In Ocean City habe ich zum ersten Mal den Atlantischen Ozean kennengelernt. Die Begegnung war sehr stürmisch und es schien mir, als ob ich dem Ozean gefiel. Angesichts der Höhe und Kraft der Wellen konnte ich mich kaum lange auf den Beinen halten. Ich hatte erwartet, Delfine zu sehen, aber ich hätte niemals damit gerechnet, ihren Feinden zu begegnen. Ich traf einen Hai, als ich im Atlantik schwamm. Zuerst hörte ich den Schrei meiner Freundin hinter mir, die am Ufer stand, und dann spürte ich einen Schlag des Schwanzes auf meiner Schulter. Ich geriet nicht in Panik, eher in einen Schockzustand. In diesem Moment wirkte alles wie in Zeitlupe auf mich, und ich schwamm schnell, nachdem ich mich zusammengekauert hatte, zum Ufer. Ich erreichte es und kam unversehrt aus dem Wasser, Gott sei Dank. Ich selbst hätte niemals erwartet, einem Hai „von Angesicht zu Angesicht“ zu begegnen. Alles endete gut, aber seid trotzdem vorsichtig. So eine Erfahrung habe ich also auch in Amerika gemacht. Man kann getrost einen Haken hinter die Begegnung mit einem Hai im Ozean setzen. Für mein Leben ist eine Begegnung mehr als genug.
Ich habe mich mit Amerikanern und anderen Programmteilnehmern aus verschiedenen Ländern angefreundet. Wir tauschten unser Wissen über unsere Traditionen und Kulturen aus, und unsere Freunde teilten im Gegenzug ihre. Das war ein kultureller Austausch. Im Ausland vergeht die Zeit wirklich anders. Hier gibt es keine Verwandten oder Freunde oder etwas Vertrautes. Und wenn man sich näherkommt und Freunde findet, scheint es, als würde man manche schon sehr lange kennen. Ich habe mein Team in der Pizzeria „Ocean Side“ geliebt. Bei uns herrschte immer eine freundschaftliche Atmosphäre, und unsere Chefin Janette sagte, dass sie uns als ihre Familie betrachtet.

