Der Tag X, von dem alles abhing, war endlich gekommen. Da ich zeitlich unter Druck stand, wählte ich Shanghai für mein Interview, da die Anreise nur zwei Stunden dauerte. Viele rieten mir davon ab, das Vorstellungsgespräch in dieser Stadt zu führen, da die Ablehnungswahrscheinlichkeit im Vergleich zu anderen Provinzen sehr hoch sei. Auch die Tatsache, dass viele meiner Bekannten genau dort gescheitert waren, beunruhigte mich. Ich hatte überhaupt keine Zeit zum Nachdenken, also fuhr ich auf eigenes Risiko genau dorthin. Nachdem ich in einer riesigen Schlange gestanden und mir Antworten auf die Fragen überlegt hatte, trat ich zitternd vor Angst an das Fenster. Ehrlich gesagt hatte ich einen Mann im Anzug an einem Tisch mit kleinen Flaggen erwartet, der das Interview wie eine Prüfung mit Losen führen würde. In Wirklichkeit war alles ganz anders. Ich geriet an eine junge Frau, die mir nur drei einfache Fragen stellte: Was ist Ihr Status? Warum möchten Sie reisen? Welche Aufgaben werden Sie erfüllen? Nachdem ich alles beantwortet hatte, hörte ich von ihr: „Guten Flug“. So landete ich in diesem Land der Möglichkeiten.





