What happens in Vegas stays in Vegas. Genau dieser berühmte Satz empfängt Sie bereits am Flughafen, und natürlich die Spielautomaten. Spielautomaten sind hier überall. Selbst wenn Sie mit der festen Überzeugung anreisen, nicht mehr als einen bestimmten Betrag oder gar keinen Cent an den Automaten auszugeben – machen Sie sich keine Illusionen: Die Investoren haben diese Oase mitten in der Wüste nicht gebaut, damit Sie „nur zum Gucken“ kommen. Zudem wurde aufgrund der Krise das System der Gewinnauszahlung geändert: Die Gewinne klimpern nicht mehr melodisch aus den Automaten, sondern werden auf ein Konto gebucht, das Sie nach Spielende an speziellen Geldautomaten auszahlen lassen können. Die Frage ist nun nur noch, das Spielen zu beenden, bevor man alles Geld inklusive der Gewinne verspielt hat. Gut, dass wenigstens die Tradition beibehalten wurde, den Spielern alkoholische(!) Cocktails aufs Haus zu servieren. Überhaupt muss man sagen, die Cocktails in Las Vegas sind echt klasse.J
Ich war zum ersten Mal in Las Vegas und natürlich interessierten mich in erster Linie die Hotels an der beliebten Touristenstraße, dem Strip; zu anderen Straßen bin ich während meines dreitägigen Aufenthalts gar nicht gekommen. Jedes Hotel an dieser Straße ist eine Sehenswürdigkeit. Einige Hotels sind wie berühmte Städte oder Orte gebaut – Paris, New York, The Venetian, Luxor. Dabei schaffen sie die Atmosphäre dieser Orte nicht nur von außen, sondern auch von innen, indem sie zahlreiche Gassen mit Geschäften und Restaurants beherbergen, und im The Venetian sogar echte Kanäle mit Gondeln und singenden Gondolieri. Und der gemalte Himmel an der Decke dieser Hotels lässt einen vergessen, dass man sich in einem Gebäude befindet, und irgendwann fängt man sogar an zu verwechseln, wann man draußen und wann man drinnen ist. Obwohl es draußen tagsüber fast unmöglich ist, sich aufzuhalten – 50 Grad Hitze. Nur zahlreiche Mexikaner schaffen das, es ist ihr Job: dazustehen und den Touristen Visitenkarten von Escort-Damen vor die Nase zu schnippen. Demnach zu urteilen, wie viele Visitenkarten und Mexikaner es gibt, läuft das Geschäft in Las Vegas gut. Sin City eben. Dafür ist es nachts in Las Vegas sehr angenehm – 28 Grad und fast keine Mexikaner mehr.
Amerikaner kommen oft nach Las Vegas, um sich Shows anzusehen. Hier finden die weltweit besten Shows für jeden Geschmack statt: erotische, mit Stars, für Kinder, für Klassikliebhaber und wieder erotische – davon gibt es hier schließlich die meisten.J Es gibt kostenpflichtige Shows – deren Preis übersteigt 100 $ – und kostenlose, die ebenfalls absolut atemberaubend sind: Sirens of Treasure Island, Streetmosphere, die singenden Fontänen des Bellagio-Hotels und andere, über die man sich in einer kostenlosen Broschüre informieren kann, die in Hotels und Einkaufszentren ausliegt.
In Las Vegas kann man Souvenirs für die ganze Familie besorgen und sich bis zur Rückkehr in die Heimat keine Sorgen mehr darüber machen. Am günstigsten geht das in den Geschäften von Walgreens und ABC Stores. Das sind große Läden, die Sie auf dem Strip garantiert finden werden.
Und wenn man Las Vegas verlässt, ist man ein wenig traurig, denn dort herrscht ein ewiges Fest, während man selbst in den Alltag zurückkehrt. Und schon nach ein paar Tagen wird es einem so vorkommen, als wäre Las Vegas ein Traum oder ein Märchen gewesen, und in Wirklichkeit hätte es das alles gar nicht gegeben.J




